Zeitz: Blick auf Luther

30.07.2012 18:51 Uhr | Aktualisiert 30.07.2012 19:08 Uhr
Kai-Uwe Schmidt gibt den Besuchern Erläuterungen zu seiner Ausstellung mit Exponaten zur Reformation. (FOTO: MZ) 
Von Angelika Andräs
Interessierte Besucher, die sich auch gern das eine oder andere Exponat erklären ließen, kamen am Wochenende in die Räume des Unterirdischen Zeitz. Dort zeigte Kai-Uwe Schmidt seltene Ausstellungsstücke zur Reformation.
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Zeitz/MZ. 

Interessierte Besucher, die sich auch gern das eine oder andere Exponat erklären ließen, kamen am Wochenende in die Räume des Unterirdischen Zeitz. Dort zeigte Kai-Uwe Schmidt, passionierter Fachmann für Zeitzer Heimatgeschichte, eine Ausstellung, die sich im Kern mit den Zeitzer Gesangbüchern beschäftigte. Deshalb waren auch sechs verschiedene Zeitzer Gesangbücher aus drei Jahrhunderten ausgestellt.

Informieren konnte man sich über die Forschungstätigkeit von Arthur Jubelt in der Beziehung Luther und Zeitz, wie auch der Luthernachkommen und Zeitz. Schmidt erläuterte auch den Unterschied zwischen dem Nürnberger und dem Leipziger Thesendruck (Plakatdruck) von 1517 anhand von guten Kopien. Er zeigte auch eine Kopie der Zeitzer Zeitung vom 31. Oktober 1883, aus der die Zeitzer von dem Thesenfund in ihrer Michaeliskirche erfahren haben sowie den berühmten Merian-Stich von 1650 im Original.

Zu entdecken galt es Fundstücke, die in Verbindung zu "Zeitz und Luther" stehen, Münzen, Medaillen, Karten und Ersttagsbriefe, die zu verschiedenen Luther- und Reformationsjubiläen in Deutschland erschienen sind. Darunter waren auch eine Nachprägung der berühmten 3-Mark-Münze des Königreiches Sachsen von 1917 mit dem Bildnis von Friedrich der Weise sowie viel bestaunt die größte und die kleinste Bibel - eine Altarbibel von 1665 und eine in Größe einer Streichholzschachtel."