Zeitz: Feuerwehrgroßeinsatz bei Strohbrand in Raba

22.08.2012 15:53 Uhr | Aktualisiert 22.08.2012 15:55 Uhr
Landwirt Henry Hoppe betrachte die Bescherung auf seinem Feld. Die vom Feuer verschont gebliebenen Reste wird er nur noch mühsam entsorgen können. (FOTO: TOBIAS HEYNER) 
Von Tobias Heyner
120 Heuballen vom Landwirtschaftsbetrieb Hoppe fangen in der Nacht zu Mittwoch Feuer. Eine Brandstiftung wird als Ursache nicht ausgeschlossen.
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Raba/MZ. 

Landwirt Henry Hoppe aus Raba steckt der Schreck immer noch in den Gliedern. In der Nacht zu Mittwoch wurde er um 0.30 Uhr aus den Federn geklingelt. Einer von vier Bergen aus 120 Strohballen auf dem nahe gelegenen Feld stand lichterloh in Flammen. "Ich habe sofort die ganze Familie informiert und wir versuchten zu retten, was zu retten war", so der 22-Jährige. Der Brand rief einen Großeinsatz der Feuerwehr auf den Plan: Löschtrupps aus Wetterzeube, Haynsburg, Bergisdorf, Salsitz und Breitenbach waren an der Feuerbekämpfung beteiligt: "Insgesamt waren 45 Einsatzkräfte zugegen", so Ralf Handschug, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst.

Hoppe wäre ein kontrolliertes Abbrennen eigentlich lieber gewesen, weil die verbrannten, nassen und mit Bindenetzen durchsetzten Reste, die zurückblieben, nicht mehr zu verwerten seien. Der Brand war jedoch zu gefährlich - hatte sich auch auf Bäume am Straßenrand ausgebreitet. Unter der Hitze schmolzen die darüber verlaufenden Telefonkabel. "In ganz Raba sind deshalb nun die Telefone tot", bestätigt Hoppe. Er schätzt den entstandenen wirtschaftlichen Schaden auf etwa 4 000 Euro. Zuerst bemerkt hatte das Feuer sein Onkel Holger Hoppe, Inhaber vom Gasthof "Zur Grünen Aue".

Kurz zuvor sei ihm ein weißer Pickup-Truck aufgefallen, der in Schrittgeschwindigkeit einige Runden durchs Dorf drehte. Ähnliche Fälle in Unterschwöditz und Droßdorf lenken die Vermutungen von Landwirt und Feuerwehr in Richtung Brandstiftung. "Für genaue Aussagen ist es definitiv noch zu früh", sagte der Pressesprecher des Polizeireviers Burgenlandkreis Jörg Bethmann, "die Ermittlungen laufen jedoch bereits."