Die schwarze Katze, die in der Nähe von Gera aufgenommen worden ist, gehört nach Zeitz. Fast vier Wochen war Meta verschwunden, dann bekam Familie Wagner sie zurück. "Das haben wir dem Chip zu verdanken", sagten Wagners der MZ, "als die Leute, die sie gefunden hatten, mit ihr zum Tierarzt gingen, hat er den Chip gescannt." Und weil Meta beim Haustierportal registriert war, wurde klar, wohin der Stubentiger gehört.
Kontrolle im Tierheim
Auch eine andere MZ-Leserin ist überzeugt von dieser Methode, seine Katzen zu kennzeichnen. Vier Katzen hat sie und alle seien gechippt, berichtete sie. Eine war schon längere Zeit weg. "Nachdem ich erzählt hatte, dass sie gechippt ist und so jederzeit identifiziert werden kann, saß sie auf einmal wieder im Garten." Zufall oder nicht: Gerade nachdem in Zeitz in den letzten acht Wochen sechs Katzen getötet wurden und mehrere verschwanden, sind Katzenhalter beunruhigt. Ein Chip könnte ihnen und dem Tier Sicherheit geben. Umso mehr, als auch im Zeitzer Tierheim ein Scanner vorhanden ist und Fundtiere überprüft werden können. Kommt also ein Fundtier ins Tierheim, kann mit Hilfe von Scanner und Register festgestellt werden, wohin es gehört.
Doch während der Chip für Hundehalter Pflicht ist, kommen Katzenhalter nur vereinzelt in die Tierarztpraxen. Holger Schulze, promovierter Tierarzt in Zeitz, hat Katzen noch nicht allzu viele Mikrochips eingespritzt. Um ein Tier zuordnen zu können und als Beweis bei einer Fundkatze hält er den Chip für sinnvoll. "Man kann entlaufene Katzen zuordnen", sagt Schulze, "der Tierarzt hat ein Lesegerät, das Tierheim auch." Auch in einem Streitfall um eine Katze, könne so Klarheit geschaffen werden. Natürlich bietet er es auch in seiner Praxis an und erklärt den Tierhaltern, wie und worum es geht. Problematisch für die Samtpfoten ist das Prozedere auch nicht. "Es ist völlig egal, wann es gemacht wird", so Schulze, "es tut auch nicht weh." So lasse sich der Chip zum Beispiel beim Kastrieren setzen, wenn ohnehin eine Narkose nötig sei.
Pflicht bei Auslandsreise
Geholfen hat der Chip auch Susanne Köhler, ihren Kater Fridolin wiederzubekommen. Nachdem sie und ihr Lebensgefährte bereits eine Katze verloren hatten, die von einem Tag auf den anderen verschwunden war, ließen sie den Kater chippen. "Wir hatten die Nummer des Chips dann mit dem Namen von Fridolin und unserer Adresse bei Tasso hinterlegt", erzählt Köhler, "als Fridolin schon einige Wochen weg war, rief uns dann ein weit entferntes Tierheim an." Fridolin war offensichtlich von einer Familie im Auto mitgenommen und später im Tierheim abgegeben worden. Dort wurde der Scanner rausgeholt. "Zum Glück für uns", sagt Köhler, "und außerdem hat der Chip auch den Vorteil, dass wir Fridolin mit ins Ferienhaus nach Österreich nehmen können." Für Auslandsreisen von Katzen muss der Ausweis unter der Haut sowieso sein.
In Zeitz bieten alle Tierarztpraxen das Einsetzen des Chips an. Jeder Tierarzt berät die Tierhalter auch. Für die Registrierung gibt es verschiedene Portale, das europaweite Tasso gilt als größtes.
Unter dem Stichwort Haustierregister findet man im Internet verschiedene Möglichkeiten zum Registrieren.